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Corona und Fairness im Kunstbetrieb

Corona und Fairness im Kunstbetrieb

Vernetzung und Erfahrungsaustausch, das hat sich in Corona-Zeiten um so mehr erwiesen, sind gerade für Künstlerinnen und Künstler lebenswichtig. Neben aktuellen ver.di-Informationen für Kreative und Soloselbstständige helfen auch regionale Netzwerke. Über Kunstecho Hamburg kam etwa der Hinweis auf das Shutdown-Programm des Württembergischen Kunstvereins, der interessante Video-Debatten organisiert, etwa »Über die Dringlichkeit fairer Verhältnisse im Kunstbetrieb«.

An der Zoom-Konferenz vom 30. Juni 2020 mit internationalen Gästen haben zum Beispiel auch Michael Kress, Sprecher der Initiative Ausbildungsvergütung, als Diskutant und Stefan Pertschi eher als Zuhörer teilgenommen. Pertschi, stellvertretender Vorsitzender der Fachgruppe Bildende Kunst in ver.di Hamburg, findet es wichtig, dass »aktuell eine internationale Vernetzung stattfindet, in der sich über die Arbeitsbedingungen der Kulturarbeiterinnen und -arbeiter in der internationalen, globalen Kunst-Kunstmarkt-Welt ausgetauscht wird«. In der Video-Debatte kamen auch Künstler von Art Workers Italia, einem während des Corona-Lockdowns in Italien gegründeten Künstler-Netzwerks mit bereits über 2.300 Mitgliedern, und ein spanischer Kollege mit nationalen Erfahrungen zu Wort.

Fachgruppe Bildende Kunst der ver.di Hamburg KuV Kunstverein  – Baden-Württemberg

Es wird auch weitere solche Konferenzen des Stuttgarter Kunstvereins zum großen Thema »Systemic Change« geben. Die nächste bereits am 9. Juli 2020, wo am Beispiel von Deutschland und den Niederlanden über die Situation freiberuflicher Kunstarbeiterinnen und -arbeiter mit befristeter Aufenthaltsgenehmigung gesprochen werden soll. In Holland gibt es beispielsweise ein temporäres Überbrückungsgeld für Freiberuflerinnen/Freiberufler, das nach Protesten auch für Kreative mit befristeten Aufenthaltsgenehmigungen gezahlt wird. Stefan Pertschi, dem wir die Anregung verdanken und gern weitergeben, würde sich »sehr freuen wenn auch unserer Kolleginnen und Kollegen aus den Fachgruppen der anderen Bundesländer sich zu dieser Veranstaltung anmelden würden, um zu dieser aktuellen Debatte beizutragen«. Denn die Gewerkschaft sollte dabei nicht fehlen.

Ein Artikel aus:

Fachbereich Medien, Kunst und Industrie der ver.di
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