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Dada, Kapp-Putsch und die Spanische Grippe

14.11.2020, 16:00

Dada, Kapp-Putsch und die Spanische Grippe

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ver.di-Kunstgespräch 2020 – 100 Jahre Dada-Köln
Kunst, Pandemie & Politik

Welche Wechselwirkung hatten die Ereignisse 1920 und welche Parallelen gibt es zu 2020?

Fachgruppe Bildende Kunst der ver.di NRW Ludger F. J. Schneider ver.di-Kunstgespräch 2020

Die Künstler in Köln sind ab 1920 wieder sehr aktiv, nachdem sie aus dem verheerenden 1. Weltkrieg zurückgekehrt sind, in dem sie zum Teil ihren Freunden an der Front gegenüberstanden.

Die Künstler in Köln scheinen gut miteinander vernetzt und, so scheint es, werden erst zum Teil später den verschiedenen Kunstströmungen zugeordnet. Sie schließen sich dem in der Schweiz als Provokation und Reaktion auf die gesellschaftlichen, kulturellen und mentalen Zerstörungen entstandenen Dada an.

Der Dada in Köln folgt auf die spanische Grippe, der weltweit 50 Millionen Menschen zum Opfer fielen und auch Köln 1918 nicht verschonte. Dada trifft auf eine auch nach der Revolution noch zutiefst von bürgerlichem Mief und einer weitgehend friedliebenden Arbeiterbewegung geprägte Stadtgesellschaft unter britischer Besatzung. Diese verhindert, dass der Putsch konservativ-nationalistischer Kräfte, der Kapp Putsch, auf Köln übergreift, gleichwohl die Arbeiterbewegung machtvoll für die Demokratie demonstriert. Köln wird auch der Ort, an dem die von der aus den Freikorps gebildeten Reichswehr verfolgten Arbeiter der Roten Ruhr Armee Aufnahme finden. Die junge Demokratie bleibt in Gefahr.

Aus unserem heutigen Blick auf die Vergangenheit verbinden sich diese Ereignisse zu Vorzeichen einer Dystopie, der des deutschen Faschismus.

Lässt dies einen Blick auf unsere Gegenwart und Zukunft zu oder sind wir meilenweit davon entfernt?

Referent
Dr. Wolfgang Uellenberg-van Dawen (Historiker)

Einführung und Moderation
Ludger F. J. Schneider (Bildender Künstler)

Wann | Wo | Wie
Sonnabend, 14. November 2020, 16:00 Uhr
In diesem Jahr online über Cisco Webex und/oder Telefon
Informationen dazu in beigefügter pdf-Datei

Dem Kunstgespräch per Computer, Tablet oder Smartphone beitreten über
https://verdi.webex.com/meet/ver.di-FB_8_NRW-Raum_1
Der Zugriffscode lautet: 162 091 262

Falls Sie nicht über die technische Ausstattung verfügen,
um einer Videokonferenz beizutreten, können Sie auch per Telefon beitreten. Dazu können Sie eine dieser beiden deutschen Einwahlnummern nutzen: +49-619-6781-9736 oder +49-89-9546-7578
Der Zugriffscode lautet: 162 091 262

Der Konferenzraum wird ca. 5 Minuten vor dem eigentlichen Beginn des Gesprächs geöffnet, so dass es einige Zeit gibt, technische Schwierigkeiten auszuräumen.

Audio-Podcast (56 min.)

der Online-Veranstaltung
des 6. ver.di Kunstgesprächs
vom 14. November 2020

Link zur Internetseite
mit Informationen und der Audio-Datei 

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