Nachrichten

Ausstellungshonorare in Berliner Kommunalen Galerien

Ausstellungshonorare in Berliner Kommunalen Galerien

Logo des bbk berlin bbk berlin

Der bbk Berlin dokumentiert Auszüge aus dem Senatskonzept, das noch abschließend mit den Berliner Bezirken abgestimmt werden muss.

»Gegenstand der Förderung ist die Vergütung professioneller, in Berlin ansässiger bildender Künstlerinnen und Künstler für die Bereitstellung ihrer künstlerischen Werke anlässlich temporärer Ausstellungen in den oben genannten Einrichtungen. Diese Ausstellungsvergütung dient der Honorierung und Anerkennung der künstlerischen Leistung der Förderempfänger. Sie ist nicht als Produktionszuschuss o.ä. zu verstehen, sondern als Äquivalent der in anderen Sparten üblichen Gagenzahlungen für Auftritte.«

Honorarstaffelung [Kommunale Galerien]

Die Aufteilung sieht die Honorierung gestaffelt nach Einzelausstellungen, kleineren Gruppenausstellungen und Gruppenausstellungen vor:

  • je 1.000 Euro für Teilnehmerinnen/Teilnehmer:
    Einzelausstellung mit 1 bis 2 Beteiligten,
  • je 350 Euro für Teilnehmerinnen/Teilnehmer:
    Gruppenausstellung mit bis zu 10 Beteiligten,
  • je 150 Euro für Teilnehmerinnen/Teilnehmer:
    Gruppenausstellung mit mehr als 10 Beteiligten.

(zitiert aus Abgeordnetenhaus-Drucksache Nr. 17/2400 vom September 2015)

Diese Tabelle zeigt die Höhe der Honorare, die KünstlerinnenKünstler einfordern können.

Berlin ist das erste Bundesland, in dem systematisch Ausstellungshonorare in Landeseinrichtungen gezahlt werden. Damit ist ein erster großer Schritt nach vorn getan und der unbeirrte, langjährige Einsatz des bbk berlin war erfolgreich.

»Höchstwahrscheinlich« Stipendien
für bildende Künstlerinnen/Künstler in Berlin

Unter dem Titel »Kunst und Macht und Politik« veröffentlichte Claudia Wahjudi, Kunstredakteurin beim Berliner Magazin »Zitty«, ihren aktuellen Beitrag über die Berliner Künstlerschaft: »Künstler gelten als Einzelgänger. In Berlin aber kämpfen sie kollegial und erzielen einen völlig neuen kulturpolitischen Erfolg«.

Zitat: »Wenn die Berliner Abgeordneten Mitte Dezember den neuen Haushalt verabschieden, können Künstler höchstwahrscheinlich ihr Wunder erleben. ... Zu bisher 15 Fördereinheiten á 12.000 Euro kämen bis zu 80 Stipendien á 7.000 Euro... Das hat es noch nicht gegeben. Gut unterrichtete Kreise nennen den 26. November, an dem Vertreter der freien Szene mit Kulturstaatssekretär Tim Renner um die Details rangen, einen 'historischen Tag'.«

Wahjudi beschreibt diese Kooperation der Akteure wie folgt:
»Doch die Künstler wären wohl nicht so lange aktiv geblieben, hätte nicht ein Apparat alter Schule mitgewirkt: der Berufsverband Bildender Künstler Berlin mit seinen Kontakten, Büros und bezahltem Personal. Seine Stabilität hat verhindert, dass geschieht, was kreativen Selbständigen oft passiert: dass ihnen viele kleine, schlecht bezahlte Honorarprojekte die Zeit für politisches Engagement rauben,... Es könnte also sein, dass Künstler in Wirklichkeit nicht Pioniere der kreativen Klasse, sondern eines kreativen Klassenkampfes sind.»

Der Artikel von Claudia Wahjudi ist in der aktuellen Zitty 38-2015 erschienen und z.Z. an allen Kiosken und in Buchhandlungen erhältlich.

bbk berlin informiert:

Ab 2016 könnte Berlin das erste Bundesland sein, in dem systematisch Ausstellungshonorare in Landeseinrichtungen gezahlt werden.

Zur Internetseite
des bbk berlin

Die Forderungen der Fachgruppe Bildende Kunst der ver.di

zu Ausstellungshonorar und Ausstellungsvergütung können hier nachgelesen werden.